Programmseiten 2018



Sinfoniekonzert „Schottland“

Felix Mendelssohn Bartholdy
1809-1847
Sinfonie Nr. 3 „Schottische“ op. 56
1. Satz
Leitung: Chenglin Li
Niels Wilhelm Gade
1817-1890
Violinkonzert op. 56
Violine: Lisa Trautmann (Klasse Prof. Rabenschlag)
Leitung: Chenglin Li
Niels Wilhelm Gade
1817-1890
Schottische Ouverture „Im Hochland“ op. 7
Leitung: Matthies Andresen
Alexander Scheutzow
*1956
The Wee Wee Man (UA) für Sopran und Orchester
auf den Text einer alten schottischen Volksballade
Gesang: Anne Andresen
Leitung: Matthies Andresen

Zwei romantische Schottland-Bilder mit sparsamen Folklore-Anklängen und reichlich Sehnsucht nach Urwüchsigem. Sehnsüchtiges findet man auch in Gades späterem Violinkonzert, das hingegen auf Schroffheiten weitgehend verzichtet.

Als fröhlicher Kontrast und Tribut an unseren Crossover-Schwerpunkt fungiert die swingende Neuvertonung einer Ballade aus der schottischen Volksüberlieferung.



Veranstaltungsdaten

Sonntag, 28.01.2018, 17 Uhr, in der Johanniskirche, Rheinaustr. 19, Mannheim-Lindenhof

Eintritt frei.


Die Protagonisten stellen sich vor

Matthies Andresen präsentiert sich Ihnen in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter auf einer gesonderten Seite.

Die Reihenfolge ist ansonsten folgendermaßen geregelt: Komposition/Arrangement vor Solo vor Dirigat, dann Dame vor Herr, dann alphabetisch nach Zuname.

Alexander ScheutzowAlexander Scheutzow

Mein kompositorisches Tätigkeitsfeld umfasst Vokal- und Instrumentalmusik vorwiegend populärer Stile, individuell aufgefasst und mit vielerlei Crossover-Tendenzen. Diese Musikrichtung liegt genau in einer der Traditionslinien des CMM, worin freilich der Gesang bislang unterrepräsentiert ist. Gerne war ich bereit, die Programmgestaltung zum Thema Schottland dahingehend zu ergänzen. Zudem ist die Vertonung alter Textvorlagen eine Spezialität von mir (– eine andere ist Selbstgetextetes bis hin zum kompletten Musical –), so dass wenigstens in dieser Hinsicht echt Schottisches zum Zug kommen kann; die Komponisten sind ja allesamt fernwehgeplagte Mitteleuropäer.

Mit The Wee Wee Man fand ich eine bestens geeignete Textvorlage, die ein zeitloses Thema gleichzeitig volkstümlich, poetisch und mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern aufgreift. Um sie einem neueren Formverständnis anzugleichen, genügten ein paar kleine Wiederholungen. Existierende Melodien habe ich nicht verwendet.

Zusammenfassung: Die Erzählerin trifft einen Kleinwüchsigen, der einen riesigen Stein aufhebt und weit wegschleudert. Begeistert von der Kraft des Mannes, fragt sie ihn nach seinem Wohnsitz; er nennt ein nahes Gebüsch, wohin beide sogleich zusammen „reiten“. Dort erscheinen ihr liebliche, grün gekleidete Feen, schließlich eine goldene Halle mit kristallenem Boden, in der die Damen tanzen. Plötzlich aber verschwindet das Männchen.

In der Interpretation durch Anne Andresen, ohne Mikrofon, gewinnt die Geschichte sowohl opernhafte Emotion als auch ironische Pointierung. Der Orchesterpart ist ebenfalls eine tragende Säule, nicht bloßes Arrangement. So hoffe ich zusammen mit den Mitwirkenden, einer weiten Spanne von Ansprüchen und Vorlieben gerecht zu werden und Ihnen allen etwas zum Schmunzeln und Beinwippen zu bieten.

Lisa TrautmannLisa Trautmann

1991 in Landstuhl geboren, begann ihr Studium 2009 in Mannheim bei Prof. Roman Nodel (Violine) und Prof. Karin Wolf (Viola). Nach Beendigung ihres Masterstudiums in Freiburg bei Prof. Julia Schröder studiert sie derzeit im Studiengang Orchestersolist wieder in Mannheim bei Prof. Susanne Rabenschlag.

Weitere musikalische Impulse erhielt sie in Meisterkursen von Prof. Igor Ozim, Prof. Marianne Piketty, Prof. Stephan Picard und dem Verdi Quartett.

In der Kategorie Violine solo und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen als Geigerin und Bratschistin gewann sie mehrfach Preise beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ auf Landes- und Bundesebene.

Sie war Mitglied im Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, im Bundesjugendorchester und im Gustav Mahler Jugendorchester. Bei Aushilfstätigkeiten sammelte sie zuletzt Orchestererfahrung im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und in der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, sowie derzeit im Nationaltheaterorchester Mannheim.

Chenglin LiChenglin Li

geboren 1997 in Peking, China. Im Alter von 4 Jahren bekam er schon seinen ersten Klavierunterricht. Seit der Grundschulzeit sang er in unterschiedlichen Kinderchören, womit er anfing, musizieren zu lernen. Am Gymnasium in Peking hat sich sein Interesse auf Dirigieren umgestellt, und er nahm Dirigierunterricht bei einem Lehrer des Central Conservertory of Music in Peking, wo er später studiert hat. Nach 2 Semestern Bachelor-Studium ist er nach Deutschland gekommen, um sein Studium zu wechseln und weiter zu studieren.