Programmseiten 2014


Uraufführungs-Konzert

Andrea Csollány
(*1964)
Konzert für Tuba und Sinfonieorchester (UA)

Tuba: Máté Bíró
Leitung: Martha Basten
Matthies Andresen
(* 1975)
Konzert für Flat-Gong-Spiel und Sinfonieorchester (UA)

Flat-Gong-Spiel: Thorsten Gellings
Leitung: Matthies Andresen
Paolo Fradiani
(*1984)
(Klasse Prof. Corbett)
Concerto per Ondes Martenot e Orchestra (UA)

Ondes Martenot: Matthies Andresen
Leitung: Susanne Uhl
Rouven Emanuel Hoffmann
(*1987)
(Klasse Prof. Müller-Steinbach, HfMDK Frankfurt)
„Zwei Sonnen“ für Flöte, Posaune und Orchester (UA)

Querflöte: Martha Basten (Klasse Ricarda Murswiek)
Posaune: Susanne Uhl (Klasse Prof. Wetz)

Leitung: Matthies Andresen
Dominik Johannes Dieterle
(*1989)
(Klasse Prof. Tarkmann)
Aquilotto Suite: Freie Bearbeitung nach Sonaten Domenico Scarlattis (1685-1757)
für Sinfonieorchester (UA)

Leitung: Andreas Fulda
Anne-Sophie Sandner
(*1991)
(Klasse Prof. Tarkmann)
Robert Schumann (1810-1856):
Papillons für Klavier zu zwei Händen, Op. 2
Arrangement für Sinfonieorchester (UA)

Leitung: Anne-Sophie Sandner

Uraufführungen ganz verschiedenartiger Kompositionen und Klassiker-Arrangements. Auch in ersteren kommen Klassik-Freunde auf ihre Kosten; die Idee des Konzerts für Solo und Orchester ist lebendig wie eh und je.


Veranstaltungsdaten

Sonntag, 06.07.2014, 17 Uhr, in der Johanniskirche, Rheinaustr. 19, Mannheim-Lindenhof

Eintritt frei.


Die Protagonisten stellen sich vor

Matthies Andresen präsentiert sich Ihnen in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter auf einer gesonderten Seite.

Die Reihenfolge ist ansonsten folgendermaßen geregelt: Komposition/Arrangement vor Solo vor Dirigat, dann Dame vor Herr, dann alphabetisch nach Zuname.

Andrea CsollányAndrea Csollány

Zur Biografie vgl. die Homepage der Komponistin.

Es ist mir eine große Freude, Ihnen mein 2013 entstandenes Konzert für Tuba und Orchester in einer brandneuen Fassung mit Sinfonieorchester präsentieren zu können. (Eine Version mit Sinfonischem Blasorchester gibt es schon, in Arbeit ist eine weitere mit Kammerorchester.)

Die Tuba fasziniert mich vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit: Sie ist sowohl im Sinfonieorchester zu Hause als auch in der Marschkapelle und in der heute verbreitet gepflegten Sinfonischen Blasmusik. Als Solo-Instrument mit erstaunlicher Beweglichkeit und großem Tonumfang wurde sie 1954 von dem Komponisten Ralph Vaughan Williams bekannt gemacht, worauf hin weitere Solo-Konzerte entstanden.

In meinem Konzert möchte ich drei unterschiedliche Charaktere der Tuba beleuchten. Der erste Satz ist in einem heiteren „lateinamerikanischen“ Tanzrhythmus angelegt, belebt durch stellenweises Wechselspiel von 4/4- und unregelmäßigem 8/8-Takt. Es folgt ein „Choral“, in dem sich die Tuba in die feierlichen Klänge des Orchesters mischt, er mündet in eine Solo-Kadenz. Im dritten Satz, „Tarantella“, darf die Tuba „Presto“ spielen, wie sie mag; Virtuosität und Temperament sind gefragt.

Mit Máté Bíró haben wir glücklicherweise einen Solisten gewonnen, der sich bereits als international sattelfest etabliert hat und zudem die von mir gewünschte Spielfreude und Verve mitbringt. Das Collegium Musicum Mannheim kann ich mittlerweile als bewährte, engagierte Partner bezeichnen.

Freuen wir uns auf die Aufführung!

Anne-Sophie SandnerAnne-Sophie Sandner

Im Rahmen meines Lehramtsstudiums für Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim absolviere ich derzeit das Modul Ensemblearbeit. Dieses fordert nicht nur die Leitung einer Musikgruppe, sondern auch ein eigenes Arrangement oder eine Komposition.

Die „Papillons“ von Robert Schumann habe ich bereits vor dem Studium im Klavierunterricht erarbeitet, und sie sind mir bis heute wegen ihrer ausgeprägten konträren Charaktere einerseits und ihrer Eingängigkeit andererseits in guter Erinnerung geblieben.

Daher habe ich mich dazu entschieden, neun der zwölf Variationen für Sinfonieorchester zu arrangieren. Tatkräftig unterstützt wurde ich hierbei von meinem Arrangierdozenten Andreas N. Tarkmann. So entwickelte ich durch Neuanordnung der Variationen eine eigene Dramaturgie, die an eine Traumreise erinnert. Die anfängliche Idylle wird schnell von bedrohlichen Ereignissen überschattet, die Stimmung kippt immer wieder von heiter zu düster, bevor der Spuk letztlich gebannt wird. Das erste und das letzte Stück bilden – wie beim Einschlafen und Aufwachen – den Rahmen der Fantasiereise. Was dazwischen genau passiert, bleibt Ihrer Fantasie überlassen – viel Spaß dabei!

Dominik Johannes DieterleDominik Johannes Dieterle

Domenico Scarlatti (1685-1757) war ein italienischer Komponist, der den Großteil seines Lebens am spanischen Hof in Madrid als Komponist und Cembalolehrer für die Königin von Spanien, Maria Bárbara, lebte. Posthume Berühmtheit erlangte er vor allem aufgrund der unglaublichen Anzahl an 555 komponierten Cembalosonaten. Diese Sonaten zeichnen sich durch einen großen Ideenreichtum, eine für die damalige Zeit außergewöhnliche Rhythmik und Harmonik, hohe Virtuosität und den Bezug auf die folkloristische Musiktradition Spaniens aus.

Kompositorisch dienen in der Aquilotto Suite vier dieser Sonaten (K. 87, K. 64, K. 94 und K. 491) als Ausgangspunkt für eine ungewöhnliche musikalische Reise. Beginnend mit der Sonate K. 87, die zugleich den Rahmen für die gesamte Suite bildet, entwickelt sich ein Werk, das zunehmend die Grenzen zwischen Original und Neukomposition sprengt, selbst entwickelte Gedanken formuliert, wieder zur Vorlage zurückkehrt und schließlich nur noch auf Fragmenten der Originalkompositionen Domenico Scarlattis beruht. Der Zuhörer steht dabei stets vor der Frage, wo die Trennlinie zwischen Original und Neukomposition anzusetzen ist, oder, ob diese Art der Fragestellung nicht längst obsolet geworden ist, da schlussendlich ein komplett neu geschaffenes Werk entstanden ist:

I.Introduzione
II.Gavotta
III.Minuetto
IV.Bolero
V.Epilogo

Der Titel der Suite bezieht sich auf eine Äußerung Alessandro Scarlattis, Domenicos Vater, der den 25-jährigen Sohn in seinen Briefen mehrmals als seinen „jungen Adler“ bezeichnete. Im Italienischen wird der Begriff Aquilotto (= kleiner Adler) vor allem in der Heraldik verwendet, wodurch der Adler in der Aquilotto Suite gleichsam zum Wappentier Domenico Scarlattis wird, der trotz aller kompositorischer Experimente stets über jedem musikalischen Gedanken steht.

Für mich als Komponisten stellte sich dabei die Beziehung zwischen dem historischen Werk Domenico Scarlattis und der von mir neu geschaffenen Musik als besondere Herausforderung dar, die in der Entwicklung der Suite stets neu überdacht werden musste. In unschätzbarer Weise unterstützt wurde ich in diesem Prozess von Andreas N. Tarkmann, bei dem ich zur Zeit an der Musikhochschule Mannheim im Rahmen meines Schulmusikstudiums Unterricht in Instrumentation/Arrangement erhalte.

Paolo FradianiPaolo Fradiani

(Übersetzung aus dem Italienischen, A.S.)

Aus Avezzano in Mittelitalien stammend, Jahrgang 1984, halte ich mich, nach verschiedenen Studien in Komposition und Jazz, zur Zeit als Erasmus-Student an der Musikhochschule Mannheim bei Sidney Corbett (Komposition) auf. Meine Heimatinstitution ist das Conservatorio di musica „Alfredo Casella“ in L'Aquila. Details zu meinem Werdegang erfahren Sie auf meiner Homepage, leider nur auf englisch und italienisch.

In meinem Konzert habe ich die musikalischen Ereignisse ausgehend von rein geometrischen Ideen organisiert. Die Geometrie ist daher die Architektur des Stückes, die jede einzelne Bewegung bestimmt, als Musik gewordene Architektur.

Aus einfachen Strukturen bilden sich „fraktale“, wir erhalten daher mehr oder weniger komplexe Abläufe, nicht um der Komplexität an sich willen, sondern damit das musikalische Ergebnis eine Art „Verflüssigung der Zeit“ bewirkt, beispielsweise durch Glissandi der Streichinstrumente.

Die Organisation der Harmonie habe ich von dem Naturton-Spektrum abgeleitet, basierend auf den beiden Grundstimmungen der Blechbläser, B und F. Sie bewegt sich daher von einer harmonischen Stufe, also Natur, hin zu einer unharmonischen, also Künstlichkeit. Die beiden Grundtöne liegen auch dem melodischen Material zugrunde, das weiterer Strukturierung unterworfen wird und sich schließlich zu Akkorden auftürmt.

Der Solo-Part der „Ondes Martenot“ ist durch „lyrische“ Melodie-Linien gekennzeichnet, für die das 1928 erfundene elektrische Instrument vielfältig gerüstet ist.

Die Konzeption des gesamten Projekts stützt sich auf das Potential jedes einzelnen Musikers des Collegium Musicum Mannheim als bestimmendem Faktor.

Ich hoffe, dass diese Präsentation Ihnen zu einem besseren Verständnis des Stücks verhilft.

Rouven Emanuel HoffmannRouven Emanuel Hoffmann

Ich wurde 1987 in Limburg an der Lahn geboren, erhielt ab dem fünften Lebensjahr Musikunterricht, der mich von der Blockflöte über das Saxophon schließlich zur Posaune und dem Klavier führte. Nach dem Abitur und darauffolgendem Grundwehrdienst beim Luftwaffenmusikkorps 3 (Münster/Westfalen) begann ich 2007 ein Künstlerische Ausbildung im Fach Posaune an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a. M., ergänzt durch ein 2008 begonnenes Kompositionsstudium ebendort. Ich spielte in verschiedenen hessischen Ensembles Posaune und widme mich kompositorisch derzeit Werken verschiedenster Gattungen, von Vokal- über Kammer- bis hin zu Orchestermusik. Wichtige Anregungen für mein musikalisches Schaffen finden sich häufig in der Literatur; so zählen zu meinem Werk Vertonungenvon Texten Ovids, Jentzmiks und insbesondere Kafkas. Viele meiner Kompositionen versuchen zudem, musikalische Äußerungsformen und Entsprechungen außermusikalischer Phänomene zu finden.

Das meinem Doppelkonzert für Flöte, Posaune und Orchester zugrunde liegende Phänomen ist ein räumlich weit von uns entferntes: Lichtjahre weit weg von unserem Sonnensystem finden sich bisweilen sogenannte „Röntgendoppelsterne“ – ein terminus technicus für ein aus zwei sich umkreisenden Sternen (Sonnen) bestehendes System, dessen einer Partner zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist, das nach und nach den verbliebenen Stern „auffrisst“. Dieser kosmische Prozess bot mir einen assoziationsreichen wie dynamischen Ansatzpunkt für mein Stück, das zwei so unterschiedliche Solo-Instrumente wie die Flöte und die Posaune zusammenführt. „Zwei Sonnen“ vollzieht den dramatischen Vorgang nach, vom Kollaps des ersten Sterns, der zum schnell rotierenden Schwarzen Loch wird (mithin repräsentiert durch die anfangs ganz auf sich selbst gestellte Flöte und ihr musikalisches Prinzip der symmetrischen Zwölftonreihe), über die Eruptionen des verbliebenen Sterns (in Gestalt des Orchesters mit der Posaune quasi als Kern mit ihrenKlangflächen und Ausbrüchen), bis hin zu dem Punkt, an dem des Schwarze Loch beginnt, seinen Partner „aufzufressen“, anfangs langsam, dann immer schneller (musikalisch zieht die Flöte nach und nach die Orchesterinstrumente in ihr Schema hinein), und schließlich zur völligen Vernichtung des Sterns.

Martha BastenMartha Basten

Susanne UhlSusanne Uhl

Máté BíróMáté Bíró

Thorsten GellingsThorsten Gellings

Andreas FuldaAndreas Fulda






Konzert mit Filmmusik

Matthies Andresen
(* 1975)
Musik zum Stummfilm: „Un chien andalou“ („Ein andalusischer Hund“)
für Ondes Martenot und Sinfonieorchester

Ondes Martenot: Matthies Andresen
Leitung: Susanne Uhl (Klasse Wolfgang Seeliger)

mit Video-Projektion des Stummfilms von Luis Buñuel (1929)
John Williams (* 1932) Filmmusik aus „Schindlers Liste“ („Theme from Schindler's List“)
Arrangement für Violine-Solo, Violin-Duo und Sinfonieorchester von Robert Longfield

Solo-Violine: Anne Andresen
Violin-Duo: The Twiolins
Leitung: Charlotte Bickert (Klasse Wolfgang Seeliger)
Benedikt Brydern
(*1966)
GlasPerlenSpiel
für 2 Solo-Violinen und Sinfonieorchester

Solo-Violinen: Marie-Luise Dingler und Christoph Dingler, „The Twiolins“
Leitung: Matthies Andresen
Andrea Csollány
(*1964)
Musik zum Stummfilm: „Nosferatu“ – 5. Akt

Leitung: Anne-Sophie Sandner (Klasse Wolfgang Seeliger)
mit Video-Projektion des 5. Aktes (Finale) des Stummfilms von Friedrich Wilhelm Murnau (1922)

Quicklebendige Musik zu berühmten Stummfilm-Klassikern und von Filmkomponisten. Nostalgiker kommen nur sehr bedingt auf ihre Kosten; Abenteuergeist ist mitzubringen, zumal man die gezeigten Filme grob dem Horror-Genre zurechnen kann. Einen frisch-dynamischen Kontrapunkt bietet das Stück des Filmprofis Brydern, das wir letztes Jahr uraufgeführt haben und damit große Begeisterung entfachten.


Veranstaltungsdaten

Sonntag, 02.02.2014, 17 Uhr, in der Johanniskirche, Rheinaustr. 19, Mannheim-Lindenhof

Eintritt frei.


Die Protagonisten stellen sich vor

Matthies Andresen präsentiert sich Ihnen in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter auf einer gesonderten Seite.

Die Reihenfolge ist ansonsten folgendermaßen geregelt: Komposition vor Solo vor Dirigat, dann Dame vor Herr, dann alphabetisch nach Zuname.

Andrea CsollányAndrea Csollány

Vgl. auch die Homepage der Komponistin.

Die erste Fassung „Live“-Musik zum Stummfilm „Nosferatu“ entstand in den Jahren 1993 bis 1995 während meines Kompositionsstudiums in Mannheim und wurde im Mai 2001 vom Ensemble „Incontro“ unter der Leitung von Matthies Andresen im neu errichteten Kino CinemaxX uraufgeführt. Dauer des Films: ca. 90 Minuten.

Zeitgleich entstand die Idee, eine Version für Sinfonie-Orchester herzustellen. Anlässlich eines Konzerts des „Collegium Musicum Mannheim“ schrieb ich daher den 5. Akt für diese Besetzung um, die Uraufführung fand im Januar 2003 im „Capitol“ statt.

Beide Fassungen bedienen sich der Leitmotiv-Technik: Den handelnden Personen werden Musik-Stile und Themen zugeordnet. Nosferatus Erscheinen begleitet ein „schaurig-schöner“ Choral, sein Helfershelfer Knock dagegen bekommt winselnde, wirre und bisweilen chaotisch anmutende Musik zugeordnet. Ellen, das „freiwillige Opfer“ von Nosferatu, wird von einer romantischen Klarinetten-Kantilene begleitet, das häusliche Glück von Hutter und Ellen durch einen etwas schrägen Walzer.

Benedikt BrydernBenedikt Brydern

begann mit 6 Jahren das Geigenspiel und studierte Violine und Klavier am Richard-Strauss-Konservatorium München. Danach studierte er mit Hilfe eines Stipendiums von Rotary International an der University of California, Thornton School of Music, Komposition für Film und Fernsehen. Ein Kompositionspreis von BMI ermöglichte ihm, in den USA zu bleiben und Musik für seine ersten Kino- und Fernsehfilme zu schreiben. Seine Werke sind verlegt bei Mel Bay Publishing, Edition Kossack, Wiegand Musikverlag und Strings Magazine und wurden in Konzertsälen weltweit gespielt. Kompositionsaufträge wurden u.a. uraufgeführt vom Oakland East Bay Symphony Orchestra in Kalifornien und dem Württemberger Kammerorchester in Heilbronn.

Neben der klassischen Musik widmet er sich auch als Geiger verstärkt dem Jazz mit seinem Ensemble „The Hot Club Quartette“, eine Hommage an Stephane Grappelli und Django Reinhardt.

Er initiierte ein von Rotary gesponsertes Programm „The Harmony Project“, mit kostenlosem Instrumentalunterricht für einkommensschwache Familien in Los Angeles.

Vgl. auch Benedikt Bryderns Homepage, in englischer Sprache.

The TwiolinsMarie-Luise und Christoph Dingler, „The Twiolins“

begannen mit 7 Jahren Violine zu spielen und nahmen bereits 4 Jahre später bei „Jugend musiziert“ teil, wo sie in den folgenden Jahren sechsmal den ersten Bundespreis errangen. Sie sind Preisträger der Adolf-Metzner-Stiftung, der Heinrich-Vetter-Stiftung, des Kiwanis-Club, des Bruno-Herrmann-Preises, des Europäischen Musikwettbewerbs und des Internationalen Violinwettbewerbs Hofheim. Sie gewannen den 2. Preis beim Internen Hochschulwettbewerb „Interpretation Zeitgenössische Musik“ und erreichten beim Torneo Internazionale di Musica, Italien, das Halbfinale.

Solistisch traten sie u.a. mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und dem Brandenburgischen Staatsorchester auf. Ihre Konzerte wurden mehrfach im nationalen und internationalen Funk und Fernsehen übertragen (SWR, RBB, Center TV, Desh TV u.v.a.). Sie konzertierten international in den Ländern Indien, Bangladesh, Türkei, Österreich und Tunesien sowie bei nationalen Festivals, u.a. dem Rheinischen Frühling, beim Podium Junger Künstler Altrip und bei der Mozart Gesellschaft Kurpfalz e.V.

Beide studierten Violine bei Prof. Bratchkova an der Musikhochschule Mannheim (Diplom Künstlerische Ausbildung und Solistische Ausbildung) und geben seitdem ihr Wissen an nachfolgende Generationen weiter. Im Jahr 2009 veranstalteten die Twiolins erstmals den eigens initiierten „Crossover Composition Award“, um das Repertoire für zwei Violinen zu vergrößern und weiterzuentwickeln. Mit einer Teilnehmerzahl von ca. 90 Komponisten aus über 15 Ländern und einem fulminanten Abschlusskonzert ist der Wettbewerb eine feste Institution in Mannheim geworden und wurde 2012 wieder durchgeführt. 2012 wurden sie mit dem Helene-Hecht-Preis dafür ausgezeichnet.

Weitere Informationen auf www.thetwiolins.de.

Charlotte BickertCharlotte Bickert

Geboren 1991 in Essen, aufgewachsen in der Pfalz, entdeckte ich schon früh meine Leidenschaft für die Musik. Nach Geigenunterricht wechselte ich im Alter von 13 Jahren zum Violoncello, spielte daneben aber auch E-Bass in der Schul-Bigband. Seit 2009 wirke ich am internationalen Peter-Pirazzi-Streichercamp, das ich bereits als Teilnehmerin kannte, als Lehrkraft mit. Ferner engagierte ich mich in der evangelischen Jugendkantorei der Pfalz, auch auf Konzertreisen ins Ausland, und als Streichquartett-Mitglied.

Seit dem Wintersemester 2010 studiere ich in Mannheim Musik und Mathematik fürs Lehramt an Gymnasien. Als Hauptinstrument studiere ich Violoncello bei Bernhard Schmidt, bekannt als Cellist des Mandelring-Quartetts. Neben den Aktivitäten an der Musikhochschule spiele ich unter anderem im Ärzteorchester Heidelberg und im Bundesschulmusikorchester als Cellistin mit.

Seit 2011 erhalte ich Dirigierunterricht bei Wolfgang Seeliger (Orchesterdirigieren) und Klaus Thielitz (Chordirigieren). Im Sommersemester 2013 wurde mir bereits die Gelegenheit gegeben, mit dem Collegium Musicum Mannheim zwei Sätze von Antonin Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ zu erarbeiten und aufzuführen.

Anne-Sophie SandnerAnne-Sophie Sandner

erhielt bereits im Alter von fünf Jahren Klavier- und ein Jahr später Geigenunterricht. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt sie mehrfach erste Landespreise und nahm erfolgreich an Bundeswettbewerben teil. Im Jahre 2004 wurde sie mit dem Förderpreis des Landes-Jugend-Sinfonie-Orchesters Saar ausgezeichnet, wo sie seit 2005 bis heute Mitglied und ab 2008 Stimmführerin der zweiten Violinen ist. Zahlreiche Konzertreisen mit diesem Auswahlorchester führten sie u.a. durch Deutschland, nach Luxemburg, Chile und Kanada. Anne-Sophie erhielt von 2007 bis 2010 Geigenunterricht bei der ersten Konzertmeisterin der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, Prof. Dora Bratchkova (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim).

Im Rahmen ihres Lehramtsstudiums in den Fächern Spanisch und Musik an der Universität bzw. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim wechselte sie 2010 in die Klasse von Sebastian Schmidt, dem Primarius des renommierten Mandelring-Quartetts.

Von ihrer Schule, dem Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen, wurde sie aufgrund der kontinuierlichen Mitgliedschaft im Schulorchester als Konzertmeisterin für besonderes musikalisches Engagement ausgezeichnet. Darüber hinaus konzertierte Anne-Sophie 2011 mit der Kammerphilharmonie Mannheim in Hamburg und Heidelberg und wirkte 2012 bei dem Popmusikprojekt „Music in Motion“ mit.

Susanne UhlSusanne Uhl

In meiner Kindheit und Jugend erlebte ich eine breite musikalische Bildung im Klavier-, Klarinetten- und Schlagzeugspiel. Der Musikabteilung des Carl-Bosch-Gymnasiums Ludwigshafen bin ich sehr verbunden, für deren Bläserklasse ich ab dem Alter von 10 Jahren Posaunenunterricht erhielt.

Nun studiere ich Schulmusik mit Beifach Spanisch sowie Posaune bei Herrn Professor Wetz an der Musikhochschule Mannheim. Konzerte mit dem 2001 gegründeten Ensemble Mannheimer Blech bereichern meinen musikalischen Alltag.

In meiner Schulzeit geprägt durch regelmäßiges Orchester- und Bigbandspiel (Big Band „Jazz-Attack“ der Musikschule Ludwigshafen), die erfolgreiche Teilnahme an „Jugend Musiziert“, sowie einem zweijährigen Engagement am Stadttheater Gießen, erlebe ich die dirigentische Tätigkeit im Collegium Musicum Mannheim als neue Herausforderung, da ich nun von der „anderen Seite des Pultes“ musikalisch aktiv sein darf.